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Vorsorge

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Warum Vorsorge?

Seit 1979 gibt es für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einen Anspruch auf Krebsfrüherkennung. Diese ist altersabhängig für Frauen und Männer als Früherkennung der Karzinome des männlichen und weiblichen Genitales, der Haut, der Prostata, der weiblichen Brust und des kolo-rektalen Karzinoms. Die Erkenntnisse aus den USA machten deutlich, dass durch die Vorsorge-Koloskopie eine wesentliche bessere Früherkennung des Darmkrebses möglich ist. Seit Oktober 2002 ist jetzt auch in Deutschland allen GKV-Versicherten die Vorsorge-Koloskopie ab dem 55. Lebensjahr zugänglich. Die Untersuchungen nach einem Jahr belegen die bereits in den USA gesammelten Daten, dass so genannte Polypen in 20-30% der Fälle bei gesunden Patienten gefunden wurden und ein bösartiger Tumor auf 100 untersuchte Patienten entdeckt wurde. In fast allen Fällen war das Stadium des Krebses noch so früh, dass eine Heilung allein durch die Entfernung des Tumors endoskopisch (Karzinom im Polypen im Gesunden entfernt) oder durch einen operativen Eingriff erfolgen konnte. Da der Dickdarmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung des Mannes und der Frau ist (allein in Deutschland erkranken jährlich rund 55.000 Menschen daran) sollte diese Form der Vorsorge genutzt werden. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, lässt sie sich in rund 80% der Fälle erfolgreich behandelt. (Quelle: www.kbv.de)

Fakten zur Darmkrebsvorsorge:

Lebenszeitrisiko für Darmkrebs 6%

Neuerkrankungen in Deutschland ca 73 000
Zahl der Sterbefälle ca 27 000 pro Jahr
In 2010 erstmals rückläufig auf 26 000

Bis Ende 2008 3,3 Millionen Vorsorgekoloskopien

Ergebnisse des online Registers bng (Berufsverband niedergelas. Gastroenterologen
270 000 Vorsorgekoloskopien wurden ausgewertet

Ergebnisse:
Karzinome in 0,8%
Tubuläre Adenome in 15%
Advancend adenomas 7% (ca 10% sind Risikopolypen) Riemann et.al. 2011

Tumorstadien UICC I 47%( tumor auf mucosa und submucosa) UICC I II (tumor T3 und T4 ohne Lymphknotenbeteiligung) 22% UICC I und II 69% (Union internationale contre le cancer)

Teilnehmerrate seit 10Jahren: Männer 18% Frauen 20%
Teilnehmerrate jährlich bei 3-4% der Berechtigten

Kardiopulmonale Komplikationen 0,1%
Blutungskomplikation 0,8%
Perforationen 0,02%
Perforationen bei Polypektomien 0,09%

Bisher ist eine Reduktion der Inzidenz des kolorektalen Karzinoms in Deutschland um 15% zu verzeichnen.

Literatur:
Die Vorsorgekoloskopie in Deutschland Stand 2010
Bokemeyer und Hüppe Verdauungskrankheiten 2/2010
Zwischenbilanz der Früerkennungskoloskopie nach 8 Jahren
Brenner Dtsch. Ärzteblatt 43/2010
Darmkrebsfrüherkennung im nationalen Krebsplan
Riemann ZfG 49/2011

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